Die alte Standortverwaltung

Die Standortverwaltung Wuppertal war für die Städte Wuppertal, Remscheid, Solingen, Bochum, Duisburg, Essen, Herne, Mühlheim/Ruhr und Oberhausen zuständig. Darüber hinaus gehörten die Kreise Ennepe-Ruhr sowie Mettmann zum Zuständigkeitsgebiet. Die Aufgaben der Standortverwaltung gingen von der Versorgung der Truppe mit Unterkünften und Verpflegung bis hin zur landwirtschaflichen Betreuung der Bundeswehrgelände. Die nun leerstehenden Gebäude wurden Anfang der 1990er Jahre gebaut. Aktuell rückt das Gelände wieder in den Fokus, da das Land NRW an diesem Standort eine forensische Klinik errichten möchte.

Die Geschichte der Standortverwaltung

Bereits in den 1930er Jahren ließ das NS-Regime im Rahmen der Aufrüstung vier Kasernen auf den Wuppertaler Südhöhen bauen. Zu den bekanntesten in Wuppertal stationierten Offizieren gehört zweifelsohne der spätere Hitler Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Standortverwaltung am 01. Juli 1957 ihren Dienst auf. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt östlich der Generaloberst-Hoepner-Kaserne, ebenso wie Teile des Truppenübungsplatzes Scharpenacken. Anfang der 1990er Jahre wurde dann ein Neubau am jetzigen Standort errichtet. Durch die Umstrukturierung der Bundeswehrbehörde wurde die Standortverwaltung 2006 geschlossen und nach Düsseldorf verlegt. Seitem stehen die Gebäude leer.

Weitere Nutzung und jetziger Zustand

2015 wurde die ehemalige Standortverwaltung als Flüchtlingsunterkunft ins Spiel gebracht. Die Pläne wurden verworfen. Die EInrichtigung einer forensischen Klinik scheiterte zunächst am Widerstand der Bürger. Der Plan wurde auch aufgrund der ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindlichen Justizvollzugsanstalt nicht weiter verfolgt. Nachdem der alternative Standort am Standtrand zu Velbert Anfang 2020 von der Wuppertaler CDU ebenfalls wieder verworfen wurde, rückte das Gelände der ehemaligen Standortverwaltung wieder in das Blickfeld der Landesregierung. Das Land NRW ist nach wie vor Eigentümer des Geländes.
Die Gebäude selbst sehen von außen noch sehr gut aus. Sie sollen auch in einem sehr guten Zustand sein. Auf das Gelände kommt man nicht, es führt aber ein Weg am umzäunten Grundstück vorbei.

 

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