Die verlassene Kirche

Eine verlassene Kirche ist im Gegensatz zu anderen verlassenen Orten immer etwas besonderes. Bei unserer Fototour im Kloster war die Kapelle das eigentliche Highlight und bekommt daher einen eigenen Artikel. Auch hier gilt der Hinweis, dass ein Zugang nur nach Buchung der Tour möglich ist.

Die Kirche der Franziskaner

Am Niederrhein wurden Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kirchen neu gebaut, beispielsweise auch der Dom zu Immerath. In Hostert wollten die Einwohner gerne auch eine eigene Kirche haben, doch hatten sowohl der Pfarrer von Waldniel als auch der zuständige Bischof in Münster etwas dagegen. So sammelte man letztlich Geld und spendete es zusammen mit einer Stiftung an die Franziskaner von Waldbreitbach mit der Auflage, eine Kirche in Hostert zu bauen.
Der Orden kam nach Hostert und baute in nur zwei Jahren das St. Josefsheim samt Kapelle, Heim und Verwaltungstrakt. 1912 wurde bereits die Kapelle eingeweiht und 1913 der Rest der Anlage fertiggestellt. Der Hauptaltar wurde 1934 geweiht.
Ab 1947 diente die Kapelle als Pfarrkirche der Pfarre St. Mariae Himmelfahrt. Ein Neubau an der Waldnieler Heide führte im Jahr 1978 letztlich zur Entwidmung

(Quelle: waldniel-hostert.de)

Der Zustand heute

Zum großen Teil sind die bunten Verglasungen der Kirchenfenster erhalten. Nur vereinzelt sind Teile der Scheiben zerbrochen. Die Wandmalereien sind noch einigermaßen erkennbar. Der große Saal der Kirche mit Empore wirken beeindruckend, obwohl es doch eher eine kleine Kapelle ist. Trotzdem ist das Flair einer Kirche nach wie vor vorhanden.

Die Fotos

Teilweise haben wir die Fotos als HDR Fotografien mit Photoshop nachbearbeitet und aus mehreren Einzelbildern zusammengefügt. Tatsächlich war das Wetter zum Zeitpunkt der gebuchten Besichtigung eher bescheiden. Bei Sonnenschein wären je nach Lichteinfall sicher deutlich stimmungsvollere Bilder möglich gewesen.

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